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full time Entwicklung eines Verfahrens zur halbmanuellen Herstellung von Membranfaserbündeln

bei AME - Cardiovascular Engineering in Aachen

Am Lehrstuhl für Angewandte Medizintechnik (AME) werden in unterschiedlichen Projekten verschiedene Arten von Oxygenatoren entwickelt. Mit einem Oxygenator kann der Blutgasaustausch in der Lunge teilweise oder ganz übernommen werden. Oxygenatoren kommen vor allem in Herz-Lungen-Maschinen im Rahmen von Herzoperationen zum Einsatz. Außerdem können Sie zur kurzfristigen Entlastung einer pathologischen Lunge eines Patienten dienen.

Heutige Oxygenatoren bewerkstelligen den Blutgasaustausch mittels sogenannter Membranoxygenierung. Der Gasaustausch geschieht per Diffusion der Blutgase durch dünne Membranhohlfasern. Diese werden außen mit sauerstoffarmem und kohlendioxidreichem Blut (venösem Blut) umströmt. In den Fasern strömt sauerstoffangereicherte Luft. Durch den Konzentrationsunterschied zwischen Blutseite und Luftseite diffundiert Sauerstoff ins Blut und Kohlendioxid aus dem Blut heraus (arterialisiertes Blut).

Die Membranfasern werden üblicherweise in Form von Fasermatten hergestellt und verkauft. Zur Herstellung eines Oxygenatormoduls werden diese Matten zu Bündeln gerollt und an beiden Enden verklebt. Anschließend müssen die Faserbündel auf ein definiertes Längenmaß zugeschnitten werden. Das Verkleben und anschließende Schneiden der eng aneinanderliegenden Fasern stellt eine technische Herausforderung dar. Der Schneidevorgang muss auf den Klebstoff sowie auf die verwendete Faserart und Bündelgeometrie abgestimmt werden.

Für die zukünftige Herstellung von Oxygenator-Prototypen soll ein Verfahren entwickelt werden, mit dem das Verkleben und das anschließende Zuschneiden der Faserbündel vor Ort durchgeführt werden können. Hierzu stehen technische Mittel wie eine Zentrifuge und eine Schneidemaschine zur Verfügung. Das Verfahren soll in einer Arbeitsanweisung dokumentiert werden, mittels der eine reproduzierbare Herstellung von Faserbündeln erreicht werden kann.

Die Arbeit ist im Sinne einer wissenschaftlichen Arbeit zu dokumentieren und zu diskutieren.
Die Ausrichtung der Arbeit ist experimentell und teilweise konstruktiv.
• Interesse an der Thematik
• Strukturiertes und selbstständiges Arbeiten wird erwartet
• Eine zügige Durchführung der Arbeit ist erwünscht

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Peter Schlanstein
Schlanstein@hia.rwth-aachen.de
+49 241 80 - 85650

Dipl.-Ing. Ralf Borchardt
Borchardt@hia.rwth-aachen.de
+49 241 80 – 89887

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Veröffentlicht am 23-02-2010
Angesehen: 327 mal